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LEKTÜRE von K. P. Liessmann |
14.12.2009 |
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Der österreichische Philosoph Konrad Paul Liessmann hat ein beachtliches Buch geschrieben. Es liefert der aktuellen Bildungsdebatte zwar keine neuen Erkenntnisse, beschreibt aber den Großteil der aktuell diskutierten Missstände konsequent und beleuchtet, wessen Geistes Kind sie sind.
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Die Ökonomisierung der Wissensgesellschaft treibt an den Hochschulen wilde Blüten. Nicht die Freiheit der Forschung, sondern ihre Verwertbarkeit rückt in den Vordergrund. An die Stelle von Bildung junger Menschen tritt ihre Berufsbefähigung. Der Schweizer Ökonom Bruno Frey spricht daher von einer „falschen Ökonomisierung“. Auch andere Wissenschaftler lehnen diese Entwicklung ab.
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[15.10.2007] Die jüngste Bildungsstudie der OECD bestätigt: Die Zahl der Hochschulgänger legte in den vergangenen zehn Jahren um 5 Prozent zu. Das ist kein Grund zur Freude. In 29 anderen Industrienationen steigerte sich die Anzahl der Studierenden im Schnitt um 41 Prozent. Von einer rosigen Zukunft kann hierzulande also keine Rede sein. Kinder aus Arbeiterfamlien werden es auch künftig schwer haben, den Weg an die Hochschulen zu finden.
Welche Konsequenzen die Bildungsreformen (BA, MA, Studiengebühren, neue Hochschulgesetze) haben, wird sich wahrlich erst in ein paar Jahren zeigen. Doch diverse Bildungspolitiker glauben schon jetzt einen Aufschwung zu sehen. Besonders innovativ gibt sich das Land Nordrhein-Westfalen. Näheres erfahren dazu Sie in dieser Ausgabe.
Dass auch die Strategen im Osten nicht von gestern sind, beweist die Wissenschaftsstadt Jena. Mit ausgeklügelten Kampagnen versucht man Studierende in die "neuen" Bundesländer zu locken. Hinzu kommen Begrüßungsgelder und deutlich geringere Lebenshaltungskosten. Warum auch der Aufstieg der Jenaer in die 1.Basketball-Bundesliga gerade recht kam, lesen Sie ebenfalls auf iley. Und wie immer Vieles mehr.
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[Licht geht aus. Pause. Bei eingeschaltetem Licht sind nun auf der Bühne zu sehen: Der Präsident (sitzt unrasiert und zerzaust am Schreibtisch), Die beiden Studenten und der/die vorsitzende Student/in (gekämmt und gescheitelt).]
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Die Vorwürfe im Praktikumsbericht von Astrid S. seien so gravierend, dass „girlshope e.V.“ laut eigener Aussage um seine Existenz fürchten müsse. Mit dieser Begründung reichte der Verein am Landgericht Münster Klage gegen die Studentin der Uni Münster ein
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„Guten Morgen. Wo haben wir gestern aufgehört?“ sagt der Dozent. Doch er ist alleine in seinem Büro. Er hat soeben ca. 20 Studenten gefragt, die zwar nicht anwesend sind und doch anwesend sind. Durch Internet sind der Dozent und die Studenten in einem virtuellen Netzwerk miteinander verbunden.
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Die Wehrpflicht ist in der Diskussion. Ende Oktober 2007 wird die SPD auf dem Parteitag darüber entscheiden, ob sie sich von den bisherigen Zwangseinberufungen zum Militär und zum Zivildienst verabschiedet und zukünftig nur noch diejenigen einberuft, die sich freiwillig zum Dienst melden. Wenn dieses Modell Realität wird, werden viele gesellschaftliche Verwerfungen abgemildert, die heute von der Wehrpflicht mit verursacht werden, zum Beispiel der Mangel an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern.
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Trotz aller Bemühungen ist der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs), der Dachverband der deutschen Studierenden, in der deutschen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Der Großteil der deutschen Studierenden hat von ihm keine Kenntnis und sein politischer Erfolg ist bescheiden. Deshalb haben zahlreiche, vor allem hessische Studierendenschaften, den Austritt beschlossen. Auch dies ein Grund, warum die finanzielle Situation des fzs desolat ist. Dementsprechend laut ist der Ruf nach Reformen.
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Darf die Bibliothek eines kommunalwissenschaftlichen Instituts videoüberwacht werden? Diese Frage führte nun zum bundesweit ersten Urteil zur Videoüberwachung an Hochschulen.
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Am 1. Januar 2007 ist das nordrhein - westfälische "Hochschulfreiheitsgesetz" (HFG) in Kraft getreten und hat einen "Paradigmenwechsel" (so Innovationsminister Andreas Pinkwart) in der Wissenschaftspolitik des Landes eingeleitet.
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Bis auf die Mitgliederzahlen scheinen studentische Verbindungen kaum dem Wandel der Zeit zu unterliegen. Noch immer besingen sie Frauen als schön und ihnen dienstbar und für viele hört Deutschland an der Oder noch lange nicht auf.
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Fünf Spieler und ein orangefarbenes, rundes Spielgerät verkörpern die deutsche Stadt der Wissenschaft 2008.
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Als die Landesregierung in NRW verkündete, die staatlichen Studienkollegs schließen zu wollen, war es für Widerstand zu spät. Obwohl die Lehranstalten seit Längerem in der Diskussion stehen, haben sich ihre Verantwortlichen im Existenzkampf wohl zu sicher gefühlt.
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